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SM-Studio in Hamburg (Gangnam Style) – der Weisheit s02e01

17. Mai 2015 von Die Weisen

Die Weisheitsprotagonisten

Es ist schon viel, viel, viel zu lange her, dass sich die Weisheit über die Ohren der Menschen ergoß. Aber nach langem Suchen haben sich neue Weise zusammengefunden und werden künftig wieder regelmäßig ihre Erkenntnisse zum Besten geben. Da sich jetzt alles ändert (vielen Dank an Hendrik, Carlo und Anja, die in Zukunft nicht mehr dabei sein werden), fangen wir ganz von vorne an. Statt mit Folge LVI einfach weiter zu machen, gibt es ab jetzt die zweite Staffel.

Die Besetzung wird in Zukunft aus Patricia (Blog, Twitter), Malik (Podcast, Band, Twitter) und Marcus (Blog, Twitter) bestehen. Außerdem soll es ab jetzt eine vierte Gästin geben, was zum Anfang der zweiten Staffel dankenswerter Weise noch einmal Anja (Podcast, Twitter) ist, die uns beehrt hat, um den Übergang zu erleichtern. Ohne weitere Umschweife wollen wir deshalb zur Sache kommen und präsentieren die erste Folge der zweiten Staffel:

http://media.blubrry.com/diewahrheit/blog.richter.fm/downloads/dws02e01-SM-Studio-in-Hamburg-Gangnam-Style.mp3

Podcast: Play in new window | Download (Duration: 1:00:00 — 41.6MB)

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Grob ging es im Einzelnen um folgende Dinge:

  1. Wer sind wir eigentlich?
  2. Gangnam Style!
  3. Anja hat einen neuen Podcast: „Expertengespräche„
  4. Lieblingspodcasts: Mikrodilettanten (Anja), Lila Podcast (Patricia), Freakshow & ATP (Malik)
  5. Serienbesprechungen zu Daredevil, Better Call Saul, The Good Wife, Gilmore Girls, Boss, True Detective, The Fall, Fargo
  6. Wer ist eigentlich Alexander Gerst?
  7. Frage an die Hörer: Welche eurer Meinungen würdet ihr für wieviel verkaufen? (Anlass: Lauer lobt Leistungsschutzrecht)

Schreibt uns Kommentare! Abonniert per RSS oder iTunes! Rezensiert! Oder schickt Geschenke an Anja, Malik (Flattr), Marcus und/oder Patricia!

 

Kategorie: [Der Weisheit], podcast Stichworte: alexander gerst, astronaut, integrität, podcast, serien

RBL 024: Schleichwerbung

14. Mai 2015 von marcus richter

Logo der Rechtsbelehrung

Ich bin ja als Blogger nicht so berühmt, aber bekomme trotzdem regelmäßig „Kooperationsangebote“. Meistens eher dubioser Natur. Aber das die „neuen“ Medien auch neue Werbeformen entwickeln, wurde schnell klar und überrascht mittlerweile auch niemanden mehr, auch wenn in Deutschland Werbung in Blogs, Podcasts oder auf Youtube gerne skandalisiert wird.

Wichtig ist natürlich, dass immer klar erkennbar ist, dass es sich um Werbung handelt. Schon aus ethischen Gründen. Und weil man ja vielleicht auch daran interessiert ist, die eigene Glaubwürdigkeit und Authentizität aufrecht zu erhalten. Für die Werbetreibenden selbst, ist es dagegen natürlich von großem Vorteil, wenn die „Absatzförderung“ (so der offizielle Begriff) möglichst authentisch und – nunja – unwerbig wirkt.

In der aktuellen Rechtsbelehrung zeigt Thomas Schwenke, wo die juristische Grenze zwischen erlaubter Absatzförderung und Schleichwerbung liegt. Ich erschrecke mich dabei für einen kurzen Moment, weil es zwischendurch so wirkt, als seien die Computerspiele, die ich als Rezensionsexemplar bekomme, auch Schleichwerbung. Außerdem lerne ich: „Ein sehr effektives Marketing findet oft an der Grenze des Gesetzes statt.“

http://media.blubrry.com/diewahrheit/media.blubrry.com/rechtsbelehrung/p/rechtsanwalt-schwenke.de/wp-content/uploads/podcast/rechtsbelehrung024-Schleichwerbung.mp3

Podcast: Play in new window | Download (Duration: 1:38:44 — 96.4MB)

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Ausführliche Shownotes und ein FAQ zum Thema gibt es im Blog von Thomas Schwenke, in dem wir uns auch über inhaltliche/juristische Kommentare und Anmerkungen freuen.  

Hinweise zu Moderation und technischer Produktion nehmen wir gerne in den hiesigen Kommentaren entgegen. Die Rechtsbelehrung kann man per RSS oder iTunes abonnieren, auf  Twitter folgen und die Produktion weiterer Folgen durch Geschenke oder Spenden unterstützen.

Kategorie: [Rechtsbelehrung], podcast Stichworte: Bloggen, Juristerey, Recht, Schleichwerbung, Thomas Schwenke, Werbung

RBL 022: Drei Anwälte und ein Richter

16. März 2015 von marcus richter

Logo der Rechtsbelehrung
Normalerweise beschäftigt sich die Rechtsbelehrung ja mit mehr oder weniger onlineaffinen Themen, dieses Mal geht es ans Grundsätzliche, um den sagenumwobenen und oft geschmähten Berufsstand des Anwalts. Wir haben uns dazu Henning Krieg (Twitter, Blog) und Carsten R. Hoenig (Blog, Twitter, G+, Facebook) eingeladen.

Am Anfang hatte ich mir vorgestellt, dass wir die einzelnen Juristenklischees und -witzchen durchgehen und an der anekdotischen Realität von drei gestandenen Juristen abgleichen. Aber es sollte anders kommen: In fast zwei Stunden geht es um Juristenausbildung, die Frage nach der Definition von Gerechtigkeit und die Trennung zwischen Beruf und Selbst, wenn es um Moralfragen geht.

Im Ohr geblieben sind mit besonders zwei Zitate: “Als Strafverteidiger ist man wie ein säkularisierter Pfarrer.” von Carsten R. Hoenig und “Als Jurist solltest Du eigentlich ein kompetenter Mensch sein.” von Henning Krieg. Es sind diese Einblicke in das Berufsfeld, die auch Rückschlüsse auf  das Rechtssystem in Deutschland zulassen. Ich komme einmal mehr zu dem Schluss: Der Beruf ist spannend, aber wenn ich kann, möchte ich lieber nicht als Betroffener in Juristerei verwickelt werden.

http://media.blubrry.com/diewahrheit/media.blubrry.com/rechtsbelehrung/p/rechtsanwalt-schwenke.de/wp-content/uploads/podcast/rechtsbelehrung022-3AnwaelteUnd1Richter.mp3

Podcast: Play in new window | Download (Duration: 1:47:42 — 99.2MB)

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Außerdem gibt es dieses Mal etwas zu gewinnen!

Zur Vorbereitung auf den Podcast haben wir uns zwei Bücher angeschaut, die sich mit Rechtsanwälten kritisch auseinandersetzen. Da wir sie für sehr lesenswert hielten, habe ich bei dem Verlag nach Verlosungsexemplaren für unser Hörer angefragt. Mit einem schönen Dank an die Verlage gibt es daher zu gewinnen:

  • 3 x “11 Gründe, Anwälte zu hassen” von Eva Engelken (Schwarzkopf & Schwarzkopf)
  • 3 x “Vorsicht Rechtsanwalt: Ein Berufsstand zwischen Mammon und Moral” von Joachim Wagner (C.H. Beck)

Wir verlosen die Bücher unter allen, die diesen Podcast hier oder in Social Media kommentieren oder teilen. Die Verlosung endet am  14.04.2015, die Gewinner werden per Zufall gezogen, ihre Daten nur für das Gewinnspiel und dessen Abwicklung verwendet.

Ausführliche Shownotes gibt es im Blog von Thomas Schwenke, in dem wir uns auch über inhaltliche/juristische Kommentare und Anmerkungen freuen.  Hinweise zu Moderation und technischer Produktion nehmen wir gerne in den hiesigen Kommentaren entgegen. Die Rechtsbelehrung kann man per RSS oder iTunes abonnieren, auf  Twitter folgen und die Produktion weiterer Folgen durch Geschenke oder Spenden unterstützen.

Kategorie: [Rechtsbelehrung], podcast Stichworte: Carsten R. Hoenig, Henning Krieg, Jurausabildung, Juristerey, moralische Integrität, Rechtssystem, Thomas Schwenke

angespielt #059: Card Crawl

14. März 2015 von marcus richter

"Hörni" aus dem Spiel Card Crawl (© cardcrawl.com)

„Hörni“ gibt die Karten (© cardcrawl.com)

Es ist eine Mischung aus Hearthstone und Solitär, erzählte mir Arnold von den Tinytouchtales auf dem letzten Talk & Play. Es ist also ein Kartenspiel. Mit Monstern. Für iOS. Das passt alles zusammen und die fünf Minuten, die ich Card Crawl da spielen konnte, hatten mich sofort überzeugt.

Eine Weltmeisterin zu Gast
Mittlerweile ist das zwei Wochen her und ich habe mir zum ersten Mal in meinem Leben in einer Tabellenkalkulation den potentiellen Highscore für ein Spiel ausgerechnet, benutze mein iPad seit langer Zeit wieder einmal regelmäßig und habe seit langer Zeit (sorry!) mal wieder das dringende Bedürfnis über ein Spiel zu podcasten.

Dazu habe ich mir nicht nur die aktuelle Weltmeisterin Herrn Kramski (Twitter, Podcast, angespielt #051) dazu geholt sondern auch die Card-Crawl-Entwickler Arnold Rauers (Code) und Max Fiedler (Grafik) eingeladen.

Die Grenzen des Mediums
Und außerdem, weil sich Kartenspiele in Podcasts nur so mittelgut erklären, mit Basti von der Superkreuzburg ein Video aufgenommen:

httpvh://www.youtube.com/watch?v=V3-S2fnmUJk

Während es in dem Video vor allem um den Ablauf des Spiels geht, sprechen wir im Podcast kurz darüber ob wir das Spiel mögen oder nicht (Spoiler: Wir mögen es. Sehr. Kauft es!) und unterhalten uns dann genauer über die Entwicklungsgeschichte von Card Crawl und klären dabei unter anderem, wie man ohne Mathematik ein Kartenspiel entwickeln kann. Außerdem: Live-Enthüllung der Verkaufszahlen von Tag 1 und Highscore-Hacking!

http://media.blubrry.com/diewahrheit/blog.richter.fm/downloads/angespielt059-CardCrawl.mp3

Podcast: Play in new window | Download (Duration: 58:41 — 53.9MB)

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Card Crawl ist für iOS erschienen und kostet 1,99 €. Hier ist die Webseite und dort geht es zum Appstore.

Und jetzt? Schreibt uns Kommentare! Abonniert per RSS oder iTunes! Rezensiert! Folgt auf Twitter, YouTube oder twitch.tv! Oder schickt Geschenke an Marcus!

Kategorie: [angespielt], podcast Stichworte: Arnold Rauers, Card Crawl, Herr Kramski, iOS, Kartenspiel, Max Fiedler, Superkreuzburg, Tinytouchtales

Beitrag: Bycatch – Drohnentötung als Kartenspiel

27. Februar 2015 von marcus richter

Das Kartenspiel Bycatch
Für die Sendung Kompressor auf Deutschlandradio Kultur habe ich mit dem Kartenspiel „Bycatch“ beschäftigt, dass versucht sich mit den Themen Drohnentötungen und Überwachung auseinanderzusetzen. Im Kollegengespräch wird ein kurzer Einblick in das Spiel gegeben und auch die Frage geklärt, ob ein Spiel zu so einem ernsthaften Thema auch Spaß machen darf ((Ja, darf es. Und Alper Çuğun, einer der Entwickler, erklärt auch warum das gut ist. Das komplette Gespräch wird wahrscheinlich demnächst als Podcast bei Superlevel erscheinen)).

„Bycatch“ soll zum Nachdenken über Drohnen anregen. Die unbemannten, bewaffneten Flugzeuge werden etwa vom US-Militär eingesetzt, um angebliche Terroristen zu töten – davon handelt auch das Kartenspiel „Bycatch“, das kombiniert mit dem Smartphone gespielt wird.

Wussten Sie dass die ursprüngliche Version des Brettspiels „Monopoly“ als Kritik am Grundbesitz und seinen Folgen im Kapitalismus gedacht war? Übrig geblieben ist davon nicht viel, heutzutage ist „Monopoly“ einfach ein Brettspielklassiker. Die Idee, mit einem Gesellschaftsspiel politische Debatten anzustoßen, gibt es gerade wieder: „Bycatch“ heißt ein Kartenspiel das kombiniert mit Smartphones zum Nachdenken über Drohnen anregen soll.

>>> Gespielter Drohnenschlag – Kartenspiel macht Jagd auf „Terroristen“

http://media.blubrry.com/diewahrheit/media.blubrry.com/angespielt/p/blog.richter.fm/radio/150226-kompressor-bycatch.mp3

Podcast: Play in new window | Download (Duration: 7:37 — 7.0MB)

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Kategorie: Radio

Beitrag: Videos über Videospiele

25. Februar 2015 von marcus richter

Screenshoot hookedmagazin.de

In der Sendung Zeitfragen auf Deutschlandradio Kultur ging es um das Thema „Geld verdienen mit YouTube“. Ich habe dazu einen Beitrag über Let’s Plays (also von Spielern kommentierte Videospielmitschnitte) beisteuern dürfen. Dafür habe ich Robin Schweiger und Thomas Goik von „Hooked“ besucht, einem jungen Videomagazin über Computerspiele aus Berlin. (Außerdem als Experte: Rechtsanwalt Thomas Schwenke von der Rechtsbelehrung und mit einem Cameoauftritt als Spieler Mats Leubner.)

http://media.blubrry.com/diewahrheit/blog.richter.fm/radio/150223-LetsPlays.mp3

Podcast: Play in new window | Download (Duration: 5:34 — 5.1MB)

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Das Let’s Play, bei dem ich zu Besuch war, darf natürlich nicht fehlen:

httpvh://www.youtube.com/watch?v=eJ7ql6ezPjM

Kategorie: Radio

RBL019: Digitaler Nachlass

27. November 2014 von marcus richter

Logo der Rechtsbelehrung
Eigentlich wollten Rechtsanwalt Thomas Schwenke und ich eine gruselige Halloween-Folge aufnehmen, in der es um den Tot geht. Wann ist man juristisch tot und wer stellt das fest? Was darf man mit dem Körper machen und ist das eigentlich Sondermüll? Wer ist wann und wie für eine Leiche verantwortlich? Wann gibt es eine Autopsie?

Aber leider fehlt uns dazu der passende fachkundige Gesprächspartner, der über solche Sachen Auskunft geben kann. Falls sich unter den geneigten Lesern jemand befindet, der sich damit auskennt oder der jemanden kennt, der jemanden kennt: Ich freue mich über Nachricht!

Aber immerhin: Der zweite Teil hat geklappt. Zu Gast war Michaela Zinke vom Verbraucherzentrale Bundesverband, die unter anderem die Aktion #machsgut zum digitalen Nachlass betreut. Folgerichtig geht es in dieser Folge darum, wer nach unserem Tod eigentlich Zugriff auf unsere Daten, Zugänge und Profile hat und was man beachten sollte, wenn man sich darum kümmert, bevor es zu spät ist.

In der knapp über einer Stunde langen Sendung werden viele diffizile Problemfälle, Spitzfindigkeiten und Unwägbarkeiten. Auch wenn die vielleicht manchmal etwas kompliziert sind, lautet die gute Nachricht: Die meisten davon lassen sich eben damit umschiffen, dass man einen digitalen Nachlass anlegt. Was das im Detail bedeutet, kann man hier hören:

http://media.blubrry.com/diewahrheit/media.blubrry.com/rechtsbelehrung/p/rechtsanwalt-schwenke.de/wp-content/uploads/podcast/rechtsbelehrung019-DigitalerNachlass.mp3

Podcast: Play in new window | Download (Duration: 1:09:26 — 50.6MB)

Subscribe: RSS

Ausführliche Shownotes gibt es im Blog von Thomas Schwenke, in dem wir uns auch über inhaltliche/juristische Kommentare und Anmerkungen freuen.  Hinweise zu Moderation und technischer Produktion nehmen wir gerne in den hiesigen Kommentaren entgegen. Die Rechtsbelehrung kann man per RSS oder iTunes abonnieren, auf  Twitter folgen und die Produktion weiterer Folgen unterstützen.

Kategorie: [Rechtsbelehrung], podcast

RBL018: 3D-Druck(er)

30. Oktober 2014 von marcus richter

Das Logo der Rechtsbelehrung

Zusammen mit Thomas Schwenke (@thsch) und dieses Mal mit Philip Steffan (@philipsteffan) als Gast habe ich eine neue Folge der Rechtsbelehrung aufgenommen, in der es um 3D-Drucker bzw. die sich daraus ergebenden juristischen Details geht. Von neuer Kopierschutzdebatte über Dienstleistungshaftung und Waffendruck ist alles dabei, was das Herz begehrt und wir machen uns auch Gedanken über die zukünftige Verbreitung dieser Technologie.

Ausführliche Shownotes und alle Details gibt es wie gewohnt drüben bei rechtsbelehrung.com.

http://media.blubrry.com/diewahrheit/media.blubrry.com/rechtsbelehrung/p/rechtsanwalt-schwenke.de/wp-content/uploads/podcast/rechtsbelehrung018-3DDruck.mp3

Podcast: Play in new window | Download (Duration: 1:19:13 — 59.7MB)

Subscribe: RSS

Wir freuen uns über inhaltliche/juristische Kommentare im Blog von Thomas Schwenke und Anmerkungen zu Moderation und technischer Produktion in den hiesigen Kommentaren. Podcast per RSS oder iTunes abonnieren. Der Rechtsbelehrung auf  Twitter folgen. Wer die Produktion des Podcasts unterstützen möchte, kann dies hier tun.

Kategorie: [Rechtsbelehrung], podcast

Indie Fresse #042 – Nice TRI, Cameron Kunzelman!

28. Oktober 2014 von marcus richter

IF042

Für Superlevel habe ich eine neue Folge Indie Fresse moderieren & produzieren dürfen. Nachdem schon wieder viel zu lange Zeit vergangen war, beschäftigen wir uns natürlich vor allem mit den Spielen, die ich in der Zwischenzeit so verpasst haben und beschäftigen uns mit TRI, einem Titel dessen entstehen wir lange verfolgt haben, weil wir das Entwickler-Duo Rat King Entertainment quasi kennen, was wiederum ganz eigene Probleme beim Testen nach sich zieht, über die wir auch sprechen.

Außerdem ist uns seit dem letztem Mal ein Thema erhalten geblieben, von dem ich gehofft hatte, dass es sich schneller erledigt: #GamerGate. Immerhin konnte ich so das Interview mit Cameron Kunzelman, dass ich für einen Beitrag beim Deutschlandradio geführt hatte noch in voller Länge zu Gehör bringen. Erstaunlicherweise gab es sogar Rückmeldung vom englischsprachigen Interviewpartner, die allerdings… nun sagen wir… anders ausfiel, als man sich das vielleicht gedacht hätte, wenn man Podcastfeedback aus dem Ausland erhält. Oh well…

http://media.blubrry.com/diewahrheit/media.blubrry.com/indiefresse/superlevel.de/files/indiefresse/if042-NiceTriCameronKunzelman.mp3

Podcast: Play in new window | Download (Duration: 1:22:36 — 56.9MB)

Subscribe: RSS

Inhaltliche Kommentare bitte drüben bei Superlevel abgeben, damit alle was davon haben. Außerdem gibt es nur dort die kompletten Shownotes. Der Post hier ist vor allem für materielle Gunstbezeugungen und technische Anmerkungen gedacht.

Kategorie: [Indie Fresse], podcast

Director’s Cut: #GamerGate (Deutschlandradio Kultur)

23. Oktober 2014 von marcus richter

"Love And Hate" von Daniela Hartmann (CC BY-NC-SA)

Ich habe mich lange mit ausführlichen Äußerungen zu #GamerGate zurückgehalten. Ich habe die Diskussionen mitverfolgt, ich habe viel dazu gelesen, aber das extreme Ausmaß von Trollen, Haß, Drohungen und  Giftigkeit wollte ich mir nicht antun.

Bis der Auftrag vom Deutschlandradio kam, mal einen Überblick über die aktuelle Situation zu geben. Das Audio und den Artikel wird zwar online beim Deutschlandradio dokumentiert, aber ich möchte an dieser Stelle den eigentlichen geplanten Beitragstext veröffentlichen, weil durch ein Missverständnis in der Livesituation der letzte Teil weggefallen ist.

—

Computerspiele sind den Kinderschuhen entwachsen: Früher Unterhaltung für eine kleine eng abgegrenzte Gruppe, sind sie heute in allen Bereichen der Gesellschaft zu finden. Immer mehr Menschen spielen, vor allem dank der Verbreitung von Smartphones und auch in Feuilleton und Kulturkritik sind Computerspiele immer mehr Thema.

Damit halten auch neue Debatten Einzug in die früher abgeschotteten Computerspielewelten, bekanntestes Beispiel aus den letzten Monaten ist die Forderung nach mehr Gleichberechtigung und Vielfalt – sowohl in Geschichten, die Spiele erzählen, als auch in der Spieleindustrie.

Doch wer Computerspiele derart kritisiert lebt gefährlich: In sozialen Netzwerken, Foren und Chatkanälen werden prominente Computerspielekritikerinnen bedroht. Die Bedrohungen laufen unter dem Label „GamerGate“, unser Kollege Marcus Richter hat sich damit auseinandergesetzt. Marcus, wie ernst sind diese Drohungen?

Bis jetzt ist körperlich noch niemand zu schaden gekommen, aber diese Todes- und Vergewaltigungs-Drohungen finden wie gesagt tausendfach seit zwei Monaten ununterbrochen statt, verbunden mit der Veröffentlichung persönlicher Details der Opfer. Die Auswirkungen sind durchaus real und setzen durch die schiere Masse die Bedrohten sehr unter Druck. Zum Beispiel die Spieleentwicklerin Brianna Wu, die in ihrem Podcast davon erzählt, wie sie die Drohungen erlebt hat.

„*schluchzt* It was so hard this week, because I was so afraid for my life. It’s a full on war on me right now and through all that I do that we had to stop these people.“

Brianna Wu hatte Angst um ihr Leben, es kommt ihr wie im Krieg vor, auch ihr war per Twitter mit Mord und Vergewaltigung gedroht worden, sie hat ihr Haus verlassen, aus Furcht vor Anschlägen. Ein anderes aktuelles Beispiel ist die Kulturwissenschaftlerin und Kritikerin Anite Sarkeesian, die einen öffentlichen Auftritt absagen musste, weil ein Amoklauf angedroht wurde. Und diese beiden Beispiele sind nur der Gipfel und traurige Höhepunkt der Vorkommnisse, die mit Gamergate in Zusammenhang gebracht werden.

Aber wer steckt hinter GamerGate? Worum geht es da eigentlich und was ist das Ziel?

Von außen betrachtet, handelt es sich dabei ganz klar um eine Belästigungskampagne mit dem Ziel all die Menschen – vor allem Frauen – aus der Spielebranche zu mobben, die sich für mehr Vielfalt, weniger Sexismus und kulturelle Debatten über Videospiele einsetzen.

Wenn man Gamergate-Verfechtern folgt, gibt es als Feigenblatt den angeblichen Kampf gegen Korruption im Spielejournalismus, festgemacht an meist haltlosen Vorwürfen gegen einzelne Entwickler und Journalisten.

Ein Beispiel dafür: Der Auslöser der Debatte war, dass ein Ex-Freund einer Spielerentwicklerin, dieser Vorwurf sich gute Bewertungen für ihr Spiel erschlafen zu haben. Dieser Vorwurf – das wurde auch sehr schnell bewiesen – ist völlig aus der Luft gegriffen, trotzdem wird er von GamerGate-Verfechtern immer noch als Grund und Rechtfertigung benutzt.

Ich habe mich mit Cameron Kunzelman unterhalten, einem US-amerikanischen Spieleentwickler, der versucht hat, sich mit Gamergate-Verfechtern zu unterhalten und ernsthaft auf diese Argumente einzugehen:

„And you can see in the exchanges that I had that there is no receptivness to that, that these arguments for them – the gamergaters – are fully formed it is a completely consistent worldview for them and they don’t recognize their own sort of contradictions and problems with that.“

Aber woher kommt diese verbohrte Weltsicht? Was bringt Menschen dazu, eine derart extreme Position einzunehmen?

Videospiele generell waren lange Zeit ein geschützter Identifikationsraum, vor allem für heranwachsende Jugendliche. Es war ebenfalls so, dass Kritik am Medium oft völlig ahnungslos, aber mit scharfen Worten geführt wurde, man erinnere sich nur an die Killerspiel-Debatte, bei der anhnugslose, aber lautstarke, einflussreiche Kritiker Verbote von Spielen forderten.

Dieser Identifikationsraum wird gerade aufgeweicht: Immer mehr Menschen spielen, fast jeder der ein Smartphone hat, ist auch ein Spieler – die Eigenschaft „Computerspieler sein“ ist kein Distinktionsmerkmal mehr. Andererseits sind die Spiele eben auch im Feuilleton, quasi der Hochkultur angekommen und sind dementsprechend fundierter kultureller, feministischer oder gesellschaftlicher Kritik ausgesetzt. Aber die Kernszene, die sich in Gamergate-Verfechtern manifestiert, hat nie gelernt damit umzugehen.

Man könnte also sagen: Das Medium Computerspiel ist in der Pubertät, was wir sehen sind Wachstumsschmerzen, die Betroffenen haben Angst und sind zornig, weil sie ihren Lebensraum bedroht sehen.

Diese pubertäre Rebellion „GamerGate“ läuft jetzt schon seit 2 Monaten – für ein Internetphänomen eine relativ lange Laufzeit, ist ein Ende abzusehen?

Es ist zu hoffen, denn mittlerweile wird die ganze Debatte auf beiden Seiten sehr extrem und scharf geführt. Eine Möglichkeit wie Gamergate enden könnte, skizziert Cameron Kunzelman:

„I think the worst case scenario is, that we end up with a complete culture split, a hard right conservative media that panders to that particular group and we have a sort of middle of the road seemingly progressive but not really progressive media that panders to your sort of neutral average viewer.“

Immerhin: Viele Menschen und auch Mainstreammedien werden mittlerweile auf GamerGate aufmerksam und beziehen deutlich dagegen Stellung – es gibt also auch Hoffnung, dass diese Internethasskampagne bald beendet sein wird.

Das Phänomen „Gamergate“ erklärt und bewertet von meinem Kollegen Marcus Richter, vielen Dank, wir halten Sie über die aktuellen Entwicklungen natürlich bei uns in der Sendung weiter auf dem Laufenden.

—

Nachtrag:  Nachdem ich auf Twitter den Beitrag angekündigt hatte, wurde ich in die erwartbare Diskussion, dass #GamerGate ja „mehr“ sei verwickelt. Argumente, warum das Label für jedwede sinnvolle Diskussion verbrannt ist, findet sich in den folgenden Links, die sich in meiner Timeline alleine in den zwei Stunden nach meinem Radioauftritt ansammelte:

  • The Only Thing I Have To Say About Gamer Gate
  • Felicia Day was doxxed for being afraid of GamerGate
  • Kommentare #18 und #19 ebenda
  • GamerGate-Scoreboard
  • Why #Gamergaters Piss Me The F*** Off
  • Chat logs show how 4chan users created #GamerGate controversy

Ich empfehle außerdem noch das Storify von Joe Köller, der ebenfalls versucht hat, mit Gamergatern eine sinnvolle Diskussion zu führen: A Conversation with GamerGate.

Meine Timeline empfiehlt sich außerdem mit folgenden Beiträgen ((Und war zu faul, selbst zu kommentieren. You know who you are… ^^)):

  • There’s something happening here. Games-Kultur im Wandel?
  • Social Justice Prevails? Die Folgen von #GamerGate.

Mitschnitt des Radiobeitrags (Moderation: Christine Watty):

http://media.blubrry.com/diewahrheit/richter.fm/radio/drk_20141023_1440_7e0c3114.mp3

Podcast: Play in new window | Download (Duration: 4:30 — 4.1MB)

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Bildnachweis: „Love And Hate“ von Daniela Hartmann (Lizenz: CC BY-NC-SA)

PS: Ich bin bis jetzt von größeren Shitstorms verschont geblieben, kündige aber vorsorglich an, dass ich Kommentare sehr streng moderieren werde, sollte sich das als notwendig erweisen.

Kategorie: Radio

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